Die nordische Diaspora
Die nordische Diaspora

Die nordische Diaspora auf einen Blick

Die hier angegebenen Zahlen sind dem Annuario Pontificio 2019 entnommen. Sie entsprechen nicht in allem aktuelleren Angaben der einzelnen Bistümer.

in geografischer Ordnung

(Für weitere Informationen zu jedem Bistum klicken Sie bitte auf den jeweiligen Bistumsnamen.)

Das Bistum Kopenhagen wurde am 29.4.1953 errichtet. Bis dahin gab es (seit 1892) das Apostolische Vikariat Dänemark, dessen Vorläufer die entsprechende Präfektur war, die 1869 aus dem am 7.8.1868 errichteten Apostolischen Vikariat der Nordischen Missionen hervorging. Mit den Färöer-Inseln und Grönland umfasst Dänemark eine Fläche von 2.160.579 km². Von den 5,9 Mio. Einwohnern sind 47.673 Katholiken (0,8%). Im Bistum leben nach den Angaben im Annuario Pontificio (2019) 42 Weltpriester und 27 Ordenspriester sowie 6 Ständige Diakone in den 40 Pfarreien. Im Bistum Kopenhagen wurden 97 Ordensfrauen gezählt. 12 Seminaristen bereiten sich auf die Priesterweihe vor. 686 Personen wurden in der katholischen Kirche getauft.

Bischof von Kopenhagen ist seit 1995 Czeslaw Kozon. Er wurde 1951 in Dänemark geboren und 1979 zum Priester geweiht. Derzeit ist er der Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz.

Die Gottesdienstzeiten der einzelnen Pfarreien können Interessenten im Internet abrufen:.

(aus: St. Ansgar-Jahrbuch 2020, S. 19)

Katolsk Bispekontor

Gammel Kongevej 15
DK-1610 Kobenhavn V
Dänemark
Dom Kopenhagen

Das Bistum Stockholm wurde am 29.6.1953 als Nachfolgeinstitution des Apostolischen Vikariates Schweden errichtet, welches seit 1783 bestand. Es umfasst eine Fläche von 450.000 km², auf der 10,1 Mio. Menschen wohnen. Nach Angaben im Annuario Pontificio 2019 waren 119.765 als katholisch gemeldet. Die 73 Diözesan- und 91 Ordenspriester sowie 30 Ständigen Diakone arbeiten in 44 Pfarreien. Die Zahl der Ordensfrauen ist mit 145 Ordensfrauen angegeben. 1.188 Personen empfingen das Taufsakrament.

Bischof in Stockholm ist seit 1998 der Schwede Anders Arborelius OCD, der 2017 von Papst Franziskus in das Kardinalskollegium berufen wurde.

(aus: St. Ansgar-Jahrbuch 2020, S. 55)

Katolsk Biskopsämbetet

Götgatan 68 | S-118 26 Stockholm
Box 4114 | S-102 62 Stockholm
Schweden
Dom Stockholm

Das Bistum Oslo wurde am 29. Juni 1953 errichtet. Seit 1931 war das 154.560 km² umfassende Gebiet ein eigenes Apostolisches Vikariat, vorher Teil des Apostolischen Vikariates Norwegen, von 1843 bis 1869 Teil des Apostolischen Vikariates Schweden-Norwegen. Von den zur  Zeit 4.1 Mio Einwohnern werden im Annuario Pontificio 2019 als katholisch 138.471 geführt. In den 26 Pfarreien leben 58 Diözesan- und 31 Ordenspriester, 5 Ständige Diakone und 81 Ordensfrauen.

Bischof von Oslo ist seit 2006 der 1953 in Norwegen geborene Bernt Eidsvig.

(aus: St. Ansgar-Jahrbuch 2020, S. 78)

Oslo katolsk Bispedømmet

Akersvn 5
N-0177 Oslo
Norwegen
Dom Oslo

Die Prälatur Trondheim wurde am 28.3.1979 errichtet. Zuvor bestand das Apostolische Vikariat von Mittelnorwegen, das 1953 errichtet worden war und die 1935 errichtete Apostolische Präfektur abgelöst hatte. Die Prälatur Trondheim umfasst eine Fläche von 56.458 km², auf welcher 719.729 Menschen leben; von ihnen waren nach Angaben im Annuario Pontificio 2019 katholisch gemeldet 15.553. In der Prälatur sind 11 Diözesan- und 4 Ordenspriester sowie 26 Ordensfrauen in 5 Pfarreien tätig.

Seit 2009 wird die Prälatur von Bischof Eidsvig aus Oslo geleitet.

(aus: St. Ansgar-Jahrbuch 2020, S. 114)

Den katolske Kirke i Midt-Norge

Sverres gate 1
N-7012 Trondheim
Norwegen (Norge)
Kathedrale Trondheim

Die Prälatur Tromsø wurde am 28.3.1979 errichtet als Nachfolgerin des Apostolischen Vikariates Nord-Norwegen, das seit 1955 bestand und seinerseits der entsprechenden Apostolischen Präfektur nachfolgte. Seit 1892 gehörte das Gebiet zum Apostolischen Vikariat Norwegen, welches wiederum auf die gleichnamige Apostolische Präfektur folgte, die 1869 errichtet wurde. Von 1855 bis 1869 gehörte das Gebiet zur Apostolischen Präfektur für den Nordpol mit Sitz in Alta, zuvor seit 1853 zum Apostolischen Vikariat Schweden-Norwegen. Das Gebiet der Prälatur umfasst 173.968 km² (mit Svalbard), auf denen ca. 487.399 Menschen wohnen. Davon sind nach Angaben im Annuario Pontificio (2019) 7.231 katholisch. 3 Welt- und 9 Ordenspriester betreuen die 7 Pfarreien; 25 Ordensfrauen leben dort.

Die Prälatur wird von Msgr. Berislav Grgic geleitet, der aus Novo Selo, Bistum Banja Luka in Bosnien-Herzegovina stammt und am 28.3.2009 in Tromsø die Bischofsweihe empfing.

(aus: St. Ansgar-Jahrbuch 2020, S. 118)

Tromsø stift Nord-Norge Katolske bispedømme

Storgata 94 | N-9008 Tromsø
Postboks 132 | N-9252 Tromsø
Norwegen (Norge)
Kathedrale Tromsoe

Das Bistum Helsinki wurde am 22.2.1955 errichtet als Nachfolgerin des Apostolischen Vikariates Finnland, dieses bestand seit 1920. Auf einer Fläche von 338.145 km² wohnen ca. 5,5 Millionen Menschen. Mit Stand vom 31.12.2019 sind nach Angaben des Bistums davon 15.501 katholisch (0,28%). Außer dem emeritierten Bischof sind im Bistum 28 Priester (19 Weltpriester, 19 Ordenspriester). Dazu kommen 4 Theologiestudenten in Rom und 10 Seminaristen im Diözesanen Missionsseminar Redemptoris Mater, Espoo. 28 Ordensfrauen leben in den 8 Pfarreien, eine finnische Ordensfrau lebt außerhalb des Landes.

Der Bischofsstuhl ist derzeit unbesetzt.

(aus: St. Ansgar-Jahrbuch 2020, S. 126)

Kattolinen Kirkko Suomessa

Rehbinderintie 21
FIN-00150 Helsinki
Finnland
Dom Helsinki

Die Diözese Reykjavík wurde am 18.10.1968 errichtet als Nachfolgerin der in der Reformation untergegangenen Bistümer Skálholt und Hólar. Seit 1854 gehörte die Insel zur Apostolischen Präfektur der Arktis, seit 1869 zur Apostolischen Präfektur Dänemark, die 1892 Apostolisches Vikariat wurde. Island wurde 1923 eine eigenständige Apostolische Präfektur und 1929 ein eigenständiges Apostolisches Vikariat. Auf einer Fläche von 103.000 km² wohnen derzeit (Angaben des Annuario Pontificio 2019) 341.400 Menschen, von denen 13.120 Katholiken sind, zu 80% Migranten; diese kommen hauptsächlich aus Polen, Litauen und von den Philippinen. Momentan stellen die Katholiken ca. 4% der Gesamtbevölkerung, das ist die höchste Quote in den skandinavischen Ländern. Für das Bistum verzeichnet das Annuario Pontificio 9 Diözesan- und 6 Ordenspriester sowie 29 Ordensfrauen.

Seit dem 31. Oktober 2015 ist David Bartimej Tencer OFMCap., der 1963 in Nová Bana/Slovakei geboren und 1986 im Bistum Banska Bystrica zum Priester geweiht wurde, Bischof von Reykjavik.

Wer nach Island reist und nähere Informationen über Messzeiten an bestimmten Orten etc. sucht, findet diese auf der Internetseite des Bistums Reykjavik: www.catholica.is.

(aus: St. Ansgar-Jahrbuch 2020, S. 158)

The Catholic Church in Island

Hávallagata 14 | IS-101 Reykjavík
Pósthólf 490 | IS-121 Reykjavik
Island
Dom Reykjavik

Viele Hilfswerke - ein gemeinsames Ziel

Hilfe der Ortskirchen füreinander ist schon in der Heiligen Schrift bezeugt (vgl. z. B. Röm 15,25-27 und 1Kor 16,1-3).

Hilfe für die Katholiken in der Diaspora hat in Deutschland, wo die Glaubensspaltung des 16. Jahrhunderts ihren Ausgang nahm, eine lange Tradition. Sehr unterschiedlich sind die institutionellen Formen der Diasporahilfe.

Die ältesten Hilfsorganisationen sind hier die Ansgarwerke. Auch das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken nahm sich dieses Anliegens an, als die innerdeutsche Diaspora nicht mehr all seine Kräfte forderte. Beim Bonifatiuswerk werden auch die Mittel des Diasporakommissariates der Deutschen Bischofskonferenz verwaltet.

Sie interessiert die Frage, warum es so viele Hilfswerke für die nordische Diaspora gibt?
Lesen Sie dazu den Artikel "Warum so viele Organisationen der Diaspora-Hilfe?".